Ölmühle

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Die Ölmühle lag nördlich in der Nähe der Hombruchsmühle, die am Grotenbach an der Südwestecke des ehemaligen Hombruchsgehölzes lag.

Ob die Ölmühle bereits im Mittelalter bestanden hat, ist sehr unsicher, da sie in den älteren Nachrichten über die Mühle am Hombruch nie erwähnt wird.

  • Der erste namentlich bekannte Ölmüller am Hombruch war Melchior Oliegschleger, der 1677 zusammen mit Johan Lenhoff zu Menglinghausen bei der Regierung erfolgreich um die Erhaltung ihrer Hudegerechtsame[1] im Hombruchsgehölz ansuchte.[2]

Die Insassen der Ölmühle gehörten in kirchlicher Beziehung zum Kirchspiel Eichlinghofen, in dessen Kirchenbüchern sich noch folgende Nachrichten über die Familien der Ölmüller finden:

  • Hinrich Brenne (* um 1653, + 1743), Ölmüller
  • Ab 1745 Johan Lübbert, Ölschläger; nach seinem Tode 1760 siedelte sich seine Familie auf der Renninghauser Heide bei der Landwehr an
  • Nach 1760 Nikolaus Kollmann
  • 1767 Christian Werth aus dem Kölnischen (+ 1770)
  • Nach 1770 wohnte Johann Friedrich Küpers mit seiner Familie in der Ölmühle
  • Ab 1788 Friedrich Kötter
  • Ab 1794 Karl Henrich Schulte von der Geutebrügge, Ölmüller; dieser siedelte sich nicht lange nach 1800 in der Nordostecke des Hombruchs an

Am 13. August 1815 erhielt Westermann in Großholthausen die Ölmühle zusammen mit der Hombruchsmühle in Erbpacht und verpachtete die Ölmühle, die nun mit einer Gersten-Schälmühle verbunden war, mit Erlaubnis des Fiskus

  • 1821 an eine Witwe Kipper, die eine Papiermühle daraus machte.

Um 1830 kaufte Westermann dem Fiskus beide Mühlen ab.

1834 erwarb Harkort die Ölmühle und wandelte sie in eine Eisenhütte um.

1939 war sie bereits verschwunden.

Quelle

Fußnoten

  1. "Hüterecht", hier Weiderecht für Pferde und Kühe
  2. Mehr dazu bei Hücker S. 179