Die "Steinerne Brücke " in Brünninghausen

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Die „Steinerne Brücke“

Ein Vergnügungsort und Ausfugziel

Ganz in der Nähe der Buschmühle verlief einst die Chausseestraße, welche die südlichen Dörfer und Vororte mit Dortmund verband. Dort musste man über eine schmale alte Steinbrücke/Emscherübergang). Hier war ein beliebtes Ausflugsziel der Dortmunder Bürgerschaft. Namenspate dafür wurde die kleine Steinbrücke. Eingebettet war der Ort im schönen Emscher Tal und nahe dem Dorf Brünninghausen.

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Entstanden ist die steinerne Brücke am Anfang des 20 Jahrhunderts wahrscheinlich am ehemaligen Mühlteich der Hoppmans Mühle. Diese befand sich an der Emscher im damaligen feuchtgebiet zwischen Hörde und Barop. Der Mühlenteich erhielt sein Wasser von der Emscher und wurde zu einem Kahnteich umgestaltet. Dieser erfreute sich großer Beliebtheit.

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Es wurden Ausflugslokale mit sehr verlockenden Angeboten gebaut. Ganz in der Nähe entstand eine Sommerbahn für Radsportfreunde, die an Renntagen sehr gut besucht wurde. Es gab auch Tennisplätze und im Jahre 1932 eine Tierschau de Dortmunder Zoo Vereins. Die Tiere wurden in Käfigen gehalten und man stellte sogar zwei Löwen zur Schau. Im Jahre 1943 wurde die Tierschau überraschend wieder geschlossen.

Die verschiedenen Betreiber der einstigen Gastronomie waren die Wirte Joseph Keller der auch Mitglied des Sängerbundes war und sicher einige Sängertreffen ausrichtete. Dann waren noch die Wirte Fritz M Wellmann und H Bierbrodt.

Nach Kriegsbeginn wurde das beliebte Ausflugslokal erstmalig geschlossen, um es anderweitig zu nutzen. Im Jahre 1941 war dann Fröhlichkeit und Spaß an der „Steinernen Brücke „ endgültig verschwunden. Dort entstand ein Lager für Fremdarbeiter und Kriegsgefangene. Zeitweilig waren dort bis zu 250 Personen untergebracht. Das Lager wurde nach Kriegsende aufgelöst.

Auch der Bombenkrieg hinterließ viele Spuren an dem ehemaligen Ausflugsort, der nach dem Krieg abgerissen wurde. In den fünfziger Jahren siedelte sich dort ein Schäferhund-Verein an der aber später wieder weichen mußte weil das Gelände bebaut wurde. Heute befindet sich an der Stelle das Haus der Handwerksförderung. Wo sich einst die Radrennbahn befand ist heute ein Sportplatz und ein Schäferhund-Verein

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Hombrucher Geschichtsverein Autor: Hartmut Hallerberg-Brünninghausen