Dreißigjähriger Krieg

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Der Dreißigjährige Krieg begann 1618. Bis 1630 scheint er in unserer Gegend keine Auswirkungen gehabt zu haben.

Der Dreißigjährige Krieg in Dortmund

1628 erschien der kaiserliche Oberst von Witte mit seinem Heer vor Dortmund. Die Bewohner hatten viel zu leiden, mussten seine Soldaten versorgen und sich noch Diebereien gefallen lassen.

1630 traten die Schweden in den Dreißigjährigen Krieg ein. Die schwedischen Truppen waren bis an den Main vorgestoßen, als dem kaiserlichen Feldmarschall Reichsgraf Gottfried Heinrich zu Pappenheim erlaubt wurde, im Rücken der schwedischen Armeen zwischen Elbe und Rhein zu operieren.

1632 zog Pappenheim mit seinen Truppen den Hellweg entlang. Von Paderborn bis Soest öffneten ihm die Städte kampflos die Tore. Erst die neutrale Reichsstadt Dortmund verweigerte den Truppen den Einzug. Ab dem 21.07.1632 belagerte Pappenheim darauf die Stadt, eroberte sie am 21.06.1632[1] und nutzte sie 25 Wochen lang als Stützpunkt für seine Truppen. Diese plünderten in weiterer Folge mehr als siebzig märkische Adelssitze in der Umgebung.

Am 06.02.1633 erschien der Landgraf von Hessen mit 16 Regimentern vor der Stadt.

Am 06.10.1636[2] zog der kaiserliche Feldmarschall Graf Götz in Dortmund ein. 18 Jahre lang bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges blieb die Stadt ununterbrochen von Truppen besetzt. Am 18.07.1650 zogen die kaiserlichen Truppen gegen eine Zahlung von 2.000 Reichstalern ab. Wer weiß, was sie bis dahin in der Umgebung angerichtet hatten.

Zum Ende des Dreißigjährigen Krieges heulten vor den Toren der Stadt die Wölfe; ein Drittel der Häuser war zerstört, zwei Drittel der Dortmunder waren tot.[3]

Der Dreißigjährige Krieg in unserem Bezirk

Dem Umland, den Orten unseres Bezirks, dürfte es nicht besser gegangen sein als Dortmund.

Durch plündernde und marodierende Soldaten brannte beispielsweise Barop</ref> am Ende des Dreißigjährigen Krieges fast ganz ab.

Fußnoten

  1. Eine andere Quelle spricht vom 23.07.1632.
  2. [Boos] spricht vom 26.09.1637.
  3. Die Zahl der Einwohner war von 7.000 auf 2.000 gesunken.

Weblinks