Germanen, Römer, Franken

Aus Hombruch-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Vorhergehend: Ur- und Vorgeschichte des Stadtbezirks Hombruch

Zu Beginn unserer Zeitrechnung bewohnte der fränkische Stamm der Sugambrer das Land zwischen Ruhr und Lippe. Als er unter Druck von Tiberius im Jahre 7 v. Chr. auf das linke Rheinufer zog, drängten von Osten her die Marser in die ganz oder teilweise verlassenen Wohnplätze der Sugambrer ein. Die Marsen unterstützten Arminius in der Varusschlacht 9 n. Chr. und wurden in den Rachefeldzügen des Germanicus im Jahre 14 vernichtet.

Am Hellweg ließen sich statt ihrer 98 die Brukterer auf dem Gebiet der mit ihnen verbündeten Tenkterer nieder, ebenfalls ein fränkischer Stamm, der zuvor nördlich der Lippe beheimatet war. Nach ihnen wurde die Gegend zwischen Lippe und Ruhr "Brukterergau" genannt. Vorort[1] dieser Gegend wurde Dortmund.

Die Sugambrer, Brukterer, Tenkterer und andere rhein-wesergermanische Stämme schlossen sich ab dem 3. Jahrhundert n. Chr. zu den Franken zusammen.

Die Christianisierung begann vermutlich mit Suitbert (ca. 637 - 713), dem "Apostel des Brukterergaues".

Um 694 überfielen Sachsen die Brukterer und drängten sie nach Westen ab, wobei sie die christliche Religion nicht schonten, aber auch nicht ganz vernichteten. Diese Sachsen gehörten zur Stammesgruppe der Westfalen, die bald das Land von der Weser bis zum Rhein beherrschten.

Karl der Große unterwarf sich die Sachsen endgültig. 775 zog er vom Rhein nach Dortmund und von dort zur Hohensyburg, die damals eine sächsische Volksburg war. Dabei mag er durch Kirchhörde gezogen sein.

Die Art der Verwaltung unseres Gebietes in der damaligen Zeit ist nicht bekannt. Bekannt ist aber, dass das Dortmunder Dekanat, mit der im 8. oder 9. Jh. erbauten Hauptpfarrkirche St. Reinoldi, wohl den Brukterergau umfasste, also von der Lippe bis an die Ruhr und von Werl und Dinker bis hinter Essen und Dorsten. Ähnlich wird sich Dortmund auch als weltlicher Vorort der Region entwickelt haben.

Wird fortgesetzt

Literatur

  • Luise von Winterfeld: Geschichte der freien Reichs- und Hansestadt Dortmund, 2. erweiterte Auflage, Verlagsbuchhandlung Fr. Wilh. Ruhfus, Dortmund 1956
  • Geschichte Westfalens

Fußnoten

  1. Vorort ist eine alte Bezeichnung für Hauptort.