Zeche Wiendahlsbank

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Die „Wiendahlsbank“, eine Zeche im Dortmunder Süden.

Rund um Hombruch gab es einige Zechen, welche heute aus unserer Landschaft verschwunden sind. Sie waren aber vor vielen Jahren noch Bestandteil unserer Heimat und Grundlage für den Wohlstand der damaligen Zeit. Das neben dem Kruckeler Bahnhof gelegene Grundstück, gegenüber von Aldi und Netto, waren Firmen ansässig welche unseren Vorfahren Arbeit und Brot gegeben haben.

Besonders zu erwähnen ist dabei die „Zeche Wiendahlsbank“.

Heute sind auf diesem Gelände Gewerbebetriebe angesiedelt welche nicht mehr an die große schwere Zeit unserer Vorfahren erinnern.

Ursprünglich ging die direkt am Schienenstrang der „Bergisch-Märkischen Eisenbahn“ (Strecke Barop-Witten) angelegte Zeche auf das Jahr 1768 zurück.

Am 08.09.1768 wird die spätere Wiendahlsbank gemutet (d.h. der Abbau beantragt). Der Stadtkämmerer Wiendahl aus Herdecke legte zwischen Großholthausen und Kruckel den ersten Stollen an. Das Stollenmundloch lag im Tal der Brunnebecke (brauner Bach) westlich von Kruckel.

Mit den Stollenzechen Wiendahlsbank 1 und 4 wurden später die Stollenzechen „Glücksanfang“, „Güldener Mond“ und „Rosalie“ vereinigt, zusätzlich noch die „Westermannsbank und die Holthausener-Wiendahlsbank. Alle diese Grubenfelder hießen später dann Vereinigte Wiendahlsbank.

(Stollenzechen, Förderschacht mit Pferdegöpel)

Somit ist das Bergwerk aus der Konsolidation mehrerer bis dahin eigenständiger Bergwerke entstanden. Die Gewerkschaft Vereinigte Wiendahlsbank gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Rheinisch-Westfälischen Kohlen-Syndikats. Das Bergwerk gehörte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu den bedeutendsten Zechen des Regierungsbezirks Arnsberg und unserer Heimat.

Um 1890 wurden die bis dahin primitiven Schachtanlagen großzügig ausgebaut. Im Jahr 1890 wurden die Teufarbeiten an Schacht Friedrich fortgeführt und der Schacht wurde tiefer geteuft. Im Jahr 1892 wurde im Schacht Friedrich bei einer Teufe von 316 Metern (- 215 m NN) die 4. Sohle angesetzt. Im Jahr darauf wurde der Schacht Wilhelm tiefer geteuft und bei einer Teufe von 401 Metern (- 300 m NN) die 5. Sohle angesetzt.

1895 wurden Übertage eine Kohlenwäsche mit Sieberei, Kokerei und Brikettfabrik errichtet. Zu diesem Zeitpunkt gehörte die Anlage zum Bergrevier Dortmund Süd.

1908 übernahm die Deutsch-Luxemburgische Bergwerks und Hütten AG bei der Angliederung der Aktiengesellschaft Dortmunder Steinkohlen Bergwerk Louise Tiefbau auch die Zeche Wiendahlsbank.

Das alte Markenhaus der Zeche Windalsbank (Foto:H.Tibbe)
Das alte Markenhaus der Zeche Windalsbank (Foto:H.Tibbe)

Im Jahre 1910 war der Höhepunkt des Betriebes erreicht mit einer Gesamtbelegschaft von 1175 Mann Die Zeche Vereinigte Wiendahlsbank Kruckeler Str. 256 wurde am 16.08.1924 stillgelegt Sie hatte bis dahin im Vergleich zu anderen Zechen in unsrer Heimat nur eine vergleichsbare geringe Ungücksrate vorzuweisen. Das waren:

  • 06.02.1865 Knochenverletzungen und Verbrennungen infolge einer Schlagwetterexplosion mit 2 Toten
  • 20.05.1869 eine Schlagwetterexplosion mit 2 Toten
  • 04.08.1895 eine Schlagwetterexplosion mit 1 Toten und 9 Verletztenmit 1 Toten und 7 Verletzten
  • 23.05.1892 eine Schlagwetterexplosion mit 9 Verletzten
  • 14.01.1907 Verschüttung durch zusammenbrechen eines Bremsberges mit 2 Toten und 2 Verletzten
  • 1917 Absturz des Förderkorbes bei der Seilfahrt mit 4 Toten
  • 11.04.1924 Entzündung von Kohlestaub durch Schießarbeiten mit 6 Toten
Sprengung des Förderturms (Malakow-Turm[1]) der Zeche Wiendahlsbank am 27.09.1933

Wird noch bearbeitet


  1. Als Malakow-Turm (auch Malakoff-Turm, seltener Malakov-Turm) bezeichnet man in erster Linie Schachttürme im Bergbau mit einer charakteristischen Bauform, die vorwiegend in den 1850er bis 1870er Jahren in Kontinentaleuropa in der Schachtförderung üblich waren, aber vereinzelt auch noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurden.[1] Es handelt sich bei den Bauwerken um massive Fördertürme aus Mauerwerk mit einer festungsähnlichen Architektur. Die stabile Bauweise aus bis zu drei Meter dickem Ziegelmauerwerk und eine versteifte Konstruktion im Inneren ermöglichte es, die schweren Seilscheiben zu halten und die enormen Zugkräfte der Fördermaschinen aufzufangen. Zu finden waren die mächtigen Türme in den Revieren des Ruhrgebiets, des Saarlands, in Sachsen, Unter- und Oberschlesien und im Aachener Raum, vereinzelt aber auch in Belgien und Frankreich.[2] Verwendung fanden sie vorwiegend im Steinkohlenbergbau und im Erz- und Kalisalzbergbau.