Zeit- und Entdeckungsreise in die westfälische Jungsteinzeit am 19.10.2017

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Funde belegen, dass der Stadtbezirk Hombruch schon in der Jungsteinzeit (5.000-2.000 v. Chr.) besiedelt war. In Eichlinghofen fanden sich Steinbeile, im benachbarten Oespel Klingen mit scharfen Längskanten zum Schneiden. Besonders reichhaltig waren die Funde der anschließenden Dortmunder Bronzezeit (2.000-900 v. Chr.)[1] Viele Steinzeitfunde belegen Errungenschaften und Gewohnheiten, die sich bis heute erhalten haben. So ist davon auszugehen, dass in unserem Stadtbezirk seit fast 7.500 Jahren Ackerbau und Viehzucht betrieben wurde. Aber auch die ursprünglichen Sammler- und Jägergruppen gingen in Westfalen, nun mit neuen Nachbarn, noch ihren alten Lebensweisen nach.

Die Landesausstellung „Revolution Jungsteinzeit“ zeigt u.a. die ersten Kiepenkerle vor 7.000 Jahren (Aufnahme: Hombrucher Geschichtsverein/Koneckis-Bienas, 10.08.2017)

Zeit- und Entdeckungsreise nach Herne zur Landesausstellung „Revolution Jungsteinzeit“

Anschaulich erzählt die Landesausstellung „Revolution Jungsteinzeit“ in Herne vom Leben im ursprünglichen Westfalen. Damals wohnten auf der Fläche von NRW nur rund 30.000 Menschen, die sich vermutlich alle untereinander kannten. Der Besuch der Ausstellung vermittelt ein rundes Bild, wie unsere Vorfahren im Dortmunder Süden lebten und arbeiteten. Neben der Betrachtung praktischer und formschöner Gefäße und Geräte können die Besucher sich auch aktiv ein Bild von der damaligen Arbeitswelt verschaffen. Denn mit Hilfe des Nachbaues eines Pfluges kann das Ackergerät vom Besucher selbst betätigt und das Pflügen unter den damaligen Bedingungen erlernt werden. Eine gezähmte Kuh hilft dabei. Der ausführliche Begleitband spricht alle Lebensbereiche an. Aufschlussreich ist das damalige Ernährungsangebot. Neben Früchten, Getreide und Kräutern, die noch heute in der westfälischen Küche Verwendung finden, gab es auch Fisch, Milch, Käse und Honig. Der Begleitband gib dabei Hinweise, wie durch eine einfache Umstellung der Ernährung noch heute unser Leben gesünder gestaltet werden kann. Denn: „Man ist, was man isst.“[2]



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Fußnoten

  1. Henriette Brink-Kloke: Bausteine und Fundstücke - Dortmunder Denkmalhefte 01, Dortmund 2011)
  2. Thomas Otten, Jürgen Kunow, Michael M. Rind, Marcus Trier (Hrsg.): Revolution Jungsteinzeit, Herne 2017, S. 185-87