Emil Kijewski



Emil Kijewski (* 22. November 1911 in Dortmund; † 23. Januar 1989 in Dortmund) war ein deutscher Radrennfahrer. Er war einer der bekanntesten Fahrer seiner Zeit.

Ein schwerer Sturz bei der Schweizer Rundfahrt 1938 bedeutete für ihn einen Knick in seiner sportlichen Laufbahn. Der Zweite Weltkrieg brachte ihn ebenso um weitere Erfolge. Nach Rückkehr aus der
sowjetischen Gefangenschaft setzte er sich im Alter von Mitte 30 Jahren wieder auf das Rennrad. Er beendete 1951 seine aktive Laufbahn als Profi mit dem Sieg beim Großen Preis von Rheda.

Fast 60 Jahre war er Mitglied des Rad- und Motor-Clubs „Sturm Hombruch 1925 e.V.“ und des BDR (Bund Deutscher Radfahrer).
Sportliche Erfolge:

1932 – Clubmeister
1933 – erfolgreichster Amateur im Bund Deutscher Radfahrer mit 10 Siegen bei großen Rennen (darunter „Rund um Berlin“ und Bremen-Hannover-Bremen)
1934 – Mitglied des Olympiakaders
1935 – Sieg beim Radrennen „Rund um Köln“
1935 – Sieg beim „Großen Sachsenpreis“
1935 – 10. Platz bei der Straßen-Weltmeisterschaft
1935 – Teilnehmer bei der Tour de France
1937 – Vize-Weltmeister auf der Straße in Kopenhagen
1937 – Deutscher Vizemeister auf der Straße
1937 – Sieger bei den Profis beim Rennen Rund um Berlin
1937 – 6. Platz bei der Internationalen Deutschland-Rundfahrt, Sieger der 10. Etappe
1938 – Etappensieg bei der Internationalen Deutschland-Rundfahrt
1948 – 8. Platz beim Grünen Band der IRA

Nach seiner aktiven Laufbahn leistete Kijewski als Funktionär wichtige Jugend- und Nachwuchsarbeit. Unter seiner Führung wuchsen etliche Deutsche Meister heran.

1952 gründete er mit seiner Ehefrau Irmgard (1920–2005) das „Fahrradhaus Kijewski“, das später um den Bereich Spielwaren erweitert wurde. Emil Kijewskis Grab befindet sich auf dem Friedhof in Dortmund-Großholthausen.