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Paul Serwe - Zeichnungen


Wir laden Sie ein zu einer Austellung von Paul Serwe.

Manchmal gibt es Überraschungen, wenn man eine alte Mappe öffnet. Besonders, wenn alte Zeichnungen mit Hombrucher Motiven auftauchen. Das hat es mit der geheimnisvollen Mappe auf sich.

Wenn Hans Tibbe, Vorsitzender des Hombrucher Geschichtsverein, glänzende Augen bekommt, dann hat er was ganz Besonderes erspäht. In diesem Fall eine ganze Mappe voller Zeichnungen des Hombrucher Künstlers Paul Serwe.

Hier die wichtigsten Fragen und Antworten zum Fund der alten Zeichnungen:

Die Zeichnungen stammen aus dem Besitz der Familie Serwe und sind dem Hombrucher Geschichtsverein übergeben worden.

Was stellen die Zeichnungen dar?

Laut Tibbe handelt es um Kohle- und Aquarellzeichnungen von 60 Privat- und Geschäftshäusern.
Viele der Zeichnungen bilden Häuser ab. die es heute nicht mehr gibt.

Wer war der Künstler?

Der Maler war Paul Serwe, der im letzten Jahr verstorben ist.
Serwe wurde in Hombruch in der Eschenstraße geboren. Laut Tibbe war Serwe ein Autodidakt, der das Ziel hatte, seine Heimat darzustellen und für die Nachwelt zu erhalten.

Apropos Nachwelt, was hat diese nun davon?

Zunächst einmal gibt es einen kleinen Auszug der Gemälde vom 7. bis zum 13. Oktober in zahlreichen Geschäften an der Harkordstraße in Hombruch zusehen. Eine Art "Schaufensterausstellung", bei der die Geschäftsinhaber aus den Motiven Serwes auswählen können und ihr Lieblingsmotiv als Foto eine Woche lang präsentieren können.

Unter die jeweiligen Fotos kommen dann Erklärungen, die den Betrachter zum nächsten Schaufenster führen. "Die Resonanz war bisher sehr gut. Es können sich aber noch weitere Geschäftsleute bei uns melden."

Und gibt es weitere Ideen?

Ja, so wird es am 12. und 13. Oktober eine große Ausstellung im Evangelischen Forum am Marktplatz geben. Hier sind alle Originalbilder zu sehen.

Was ist denn überhaupt auf den Bildern zu sehen? Es soll nicht so viel verraten werden. Aber es sind Ansichten von Hombrucher Häusern dabei, die kaum jemand kennt.So gibt es eine Zeichnung des Geschäftshauses in dem Dornseifer beheimatet ist, die das Gebäude von der Rückseite zeigt.

Aus welcher Zeit stammen denn die Bilder?

Serwes hat nach dem Zweiten Weltkrieg mit dem Malen begonnen. Die meisten Bilder sind zwischen 1950 und 1970 entstanden.

Welchen Wert haben die Bilder?

Der ideelle Wert wird größer sein als der Materielle. Das Schöne sei eben, so Tibbe, das viele Hombrucher die Orte kennen, die gemalt worden sind. So zeigt eine der Zeichnungen die alte Bude von Oma Möhle.
"Und die Bude hatte ne Besonderheit. Die Oma Möhle verkaufte immer die silbernen Salmiak-Pastillen, die konnten wir Buben den Damen nach der Kirche in die Hutkrempe werfen. Das gab dann so komische Geräusche", sagt Tibbe.